Arbeitsreiche Wochen liegen hinter dem DRK

Blama, Jubiläen und Konzerte: Ehrenamtler schildern Dr. Oliver Vogt ihre Aufgaben

Während andere auf dem Blasheimer Markt ausgiebig feiern, bedeutet dieser für die Ortsgruppe Lübbecke des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) große Verantwortung und viel Arbeit. Allein 400 Stunden stecken die Ehrenamtler des DRK in die Vor- und Nachbereitung des Volksfestes. Doch damit war es in der letzten Wochen nicht getan.

Hinter der Lübbecker DRK-Ortsgruppe liegen arbeitsreiche Tage. Denn über die üblichen Einsätze und den "Blama“ hinaus kamen für die Ehrenamtler mit den Betriebsjubiläen von der Firma Gauselmann und der Brauerei Barre sowie mit dem Konzert der Bundeswehr weitere Großereignisse dazu.

"Bis jetzt hatten wir in diesem Jahr allein 88 Sanitätsdienste oder in Stunden ausgedrückt sind es 1843“, erklärte Rotkreuzleiter Stephan Gleich gegenüber Bundestagskandidat Dr. Oliver Vogt. Der Christdemokrat aus Espelkamp hat die DRK-Ortsgruppe Lübbecke nun besucht, um sich ein Bild von deren Arbeit zu machen. 920 passive Mitglieder zähle die Ortsgruppe, erklärte Gleich dem politischen Gast. 35 Personen seien in der Bereitschaft aktiv. "Darunter sind zwei Ärzte, mehrere Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Rettungshelfer, Sanitätshelfer und Erstelfer.“

Die wenigsten würden sich über die Arbeit des DRK Gedanken machen, sagten die DRK-Helfer beim Gang durch das Gebäude im Kutscherweg. "Unsere Arbeit ist mit unglaublich viel Papierkram, Abrechnungen, Verträgen und vielem mehr verbunden. Die Bevölkerung sieht letztlich nur einen Bruchteil unserer Arbeit“, so Gleich. "Vor Ihrem Einsatz habe ich großen Respekt. Sie leisten großartige Arbeit“, lobte Dr. Oliver Vogt.

Als große Herausforderungen nannten die DRK-Helfer gegenüber dem Bundestagskandidaten unter anderem zusätzliche Belastungen durch neue Führerscheine und Defizite im Gesundheitssystem. Wünschenswert sind aus Sicht der Lübbecker einheitliche Voraussetzungen bei den Rettungsfahrzeugen für ganz Deutschland. Angesprochen wurde auch die Idee, zusätzlich zum Bereitschaftsfacharzt in Minden einen weiteren Standort zu schaffen. "Leider unterstützen heute immer weniger Arbeitgeber die ehrenamtlichen Mitarbeiter und stellen sie für die Dienste nicht mehr frei. Stattdessen werden sie schnell als innerbetriebliche Ersthelfer zum eigenen Nutzen eingebunden“, erklärte Gleich.

"Eine steuerliche Erleichterung würden wir sehr begrüßen“, fügte der Rotkreuzleiter hinzu und rannte damit offene Türen bei Vogt ein. "Wir müssen das Ehrenamt unterstützen, statt mit immer neuen Regelungen den Aktiven weitere Hürden in den Weg zu legen. Und eine Erleichterung bei der Steuer wäre ein wichtiger Schritt bei der Anerkennung des Ehrenamtes“, betonte Vogt. "Sie können mir glauben, dass das Ehrenamt mir am Herzen liegt. Leider wird es immer schwieriger, Nachwuchs zu finden. Und wenn wir dieser Entwicklung der vergangenen Jahre nicht entgegensteuern, wird auch bei uns im Mühlenkreis einiges in den Bereichen Traditionspflege, Kultur und sozialem Engagement in den kommenden Jahren wegbrechen“, fügte der Bundestagskandidat aus. "Politik kann vieles erreichen, aber ehrenamtliches Engagement kann sie nicht ersetzen.“ 

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