Wahlkampf kann Wolfgang Schäuble einfach

Zuhörer lauschen den Worten des Finanzministers

Wenn Dr. Wolfgang Schäuble Wahlkampf macht, ist Unterhaltung garantiert. So war es auch bei seinem Auftritt in Porta Westfalica. Der Bundesfinanzminister präsentierte sich schlagfertig und humorvoll wie immer – bisweilen aber auch nachdenklich.

Der Veranstaltungsort war besonders. Extra für den Auftritt des Ministers wurde das ehemalige Teppichgeschäft am Einkaufszentrum in Porta Westfalica-Barkhausen in eine Veranstaltungshalle verwandelt, die Platz für die rund 300 Zuhörer bot.

Schäuble in bester Stimmung

Schäuble zeigte sich vor dem Auftritt hoch erfreut: "Es ist schön, mal wieder bei Ihnen im Wahlkreis zu sein", sagte er bei der Begrüßung durch den Gastgeber, Bundestagskandidat Dr. Oliver Vogt. Und auch sonst erlebten die Zuhörer einen gut aufgelegten Minister, der sich nicht scheute, gegen die politischen Mitbewerber wie "den aus Würselen" auszuteilen: "Martin Schulz meint's gut, aber weiß nicht, wie's geht." Deutschland stehe sehr gut da und müsse nun auf Kurs gehalten werden, meinte Schäuble. Dem schloss sich auch Vogt an.

Blick auf die Flüchtlingskrise

Doch neben all den bissigen Kommentaren und all seinen humorvollen Anekdoten zeigte sich der Finanzminister sehr nachdenklich, als es um das Thema der Flüchtlingskrise ging. Was Deutschland geleistet habe, sei eine "Ruhmestat für unsere freiheitliche Gesellschaft" gewesen. Wie man sich einst entschieden habe, sei absolut richtig gewesen. Doch er machte auch deutlich: "Wer keine Aussicht auf Asyl hat, muss dann auch wieder abgeschoben werden." Schäuble plädierte dafür, dass die Verhältnisse in Afrika verbessert und Marokko, Algerien und Tunesien zu sicheren Herkunftsländern erklärt werden müssten.

Zufriedenes Fazit

Am Ende der Veranstaltung zeigte sich nicht nur das Publikum mehr als zufrieden, sondern auch der Gastgeber: "Ich bleibe dabei: Wolfgang Schäuble ist in meinen Augen ein Garant für Stabilität und Verlässlichkeit", meinte Dr. Oliver Vogt. Und die CDU-Kreisvorsitzende Kirstin Korte meint: "Der spitzfindige Humor des Ministers mit Blick auf den erfolgreichen Regierungswechsel in NRW hat mir als Landtagsabgeordnete besonders gut gefallen. Seine Aussage 'Herr Bürgermeister, Sie werden es jetzt besser haben', bringt die Situation für die Kommunen in NRW auf den Punkt.“

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